Jimmy Nelson – Before they pass away

Fotografie ist nicht nur mein Beruf, vielmehr meine Leidenschaft.

Daher beschäftige ich mich tagtäglich nicht nur mit meiner eigenen Fotografie, sondern liebe es, in Fotobüchern zu blättern, unsere Wohnung wird in jedem Raum von Fotografien geschmückt und auf jeder spannenden Ausstellung findet man mich als Besucher.

Mein Lieblingsanlaufpunkt für moderne Fotografie ist in Berlin „Camera Work„.
Die 1997 gegründete Galerie in der Kantstraße zeigt in regelmäßigen Abständen die Werke zeitgenössischer Ikonen wie Man Ray, Irving Penn, Peter Lindbergh, Richard Avedon und Helmut Newton, präsentiert aber auch junge, aufstrebende Fotografen (und somit eines Tages auch mich 😉 ).

Aktuell hängen in den schönen Räumlichkeiten mit den meterhohen Fenstern besonders sehenswerte Fotografien vom britischen Fotografen Jimmy Nelson, der es sich zu (Lebens-)Aufgabe gemacht hat, weltweit bedrohte Naturvölker zu portaitieren. Die Serie wird sehr kontrovers diskutiert (siehe Artikel SZ), dem Fotografen wird eine inszenierte und fälschliche Darstellung der Ureinwohner vorgeworfen.

Mich haben die Portraits sowohl aus fotografischer als auch ästhetischer Sicht beeindruckt, und wenn diese Bilder es schaffen, durch eine öffentliche Diskussion den Blick auf die Problematik der Bedrohung ursprünglicher Lebensformen zu richten, sind aus meiner Sicht viele Kriterien für ein künstlerisches Werk erfüllt.

Mein Tipp: Bis zum 19.November vorbeischauen und sich ein eigenes Bild machen und nebenbei die bemerkenswerten Portraits genießen.

 

CAMERA WORK

Kantstraße 149
10623 Berlin–Charlottenburg

Dienstag bis Samstag
11 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.